Fehler vermeiden

 

Fehler:

Fehlervermeidung:

1.)

Fehlgärungen in der Maische.

Nur sauberes Obst verwenden, Maischensäuerung durchführen, Reinzuchthefe verwenden, unter Luftabschluss vergären lassen, für dünnflüssige Maische sorgen.

2.)

Fuselöl Geschmack. (Vorlauf- und Nachlaufanteile im Mittellauf)

Vor- und Nachlauf in mehreren Teilmengen abtrennen, danach kritische sensorische Prüfung der Teilmengen.

3.)

Verbrannte Schärfe.

Dickbreiige Maische mit Pektinenzymzusatz verflüssigen. Rühren beim destillieren bzw. Rührwerk verwenden. Auf langsamen(schonenden) Abtrieb achten.

4.)

Schweflige Schärfe.

Die Maische nicht schwefeln. Zur Verwendung kommende Holzfässer vor dem Einschlagen gründlich wässern. Frisch geschwefelte Maische oder Most mehrere Wochen vor dem Brand lagern.

5.)

Zu starker Bittermandelton

Das Zerstören von Steinobstkernen beim Zerkleinern des Obstes sowie beim Pumpen vermeiden. Evtl. abtrennen der Steine von der vergorenen Maische.

6.)

Schimmelig-muffiger Geschmack.

Vermeiden von angefaulten oder verschimmelten Obst und den Einsatz von angeschimmelten Korken. Die Gärbehälter müssen einwandfrei gereinigt und desinfiziert sein.

7.)

Acrolein - tränengasartiger Geschmack u. Geruch.

Keine mit Erde verschmutzten Rohstoffe verarbeiten.

8.)

Essigartiger Geschmack u. Geruch. (Essigstich)

Entsprechende Ansäuerung der Maische. Ausschluss von Luftsauerstoff auch durch einwandfrei funktionierende, mit gasdichten Stopfen versehene Gäraufsätze. Die Maische zwischen Gärende und Destillation kühl Lagern. Nach Abschluss der Gärung die Behälter "spundvoll" halten.

9.)

Ranzige Butter Geschmack (Buttersäurestich)

Exaktes Ansäuern der Maische. Vor allem bei warmer Witterung auf den richtigen (niedrigen) pH-Werte achten.

10.)

Herber Geschmack.

Die Stiele (z. B. bei Kirschen) und Blätter abtrennen. Beeren (z.B. Vogel- u. Wacholderbeeren) abkämmen.

11.)

Metallischer Geschmack.

Verwendung von essigstichiger Maische auf reinen Kupferanlagen vermeiden. Kupferkühler und -geistrohre immer gründlich reinigen. Schadhafte Verzinkung vermeiden. Keine Behälter aus Eisen, Zink oder Aluminium verwenden.

12.)

Plastik Geschmack.

Das Destillat nicht in Kunststoffgefäßen lagern.

13.)

Heizöl Geschmack.

Obst, Maische und Destillat nicht im Heizölkeller lagern.

14.)

Weißer Bodensatz oder Flocken im Destillat.

Nur enthärtetes Wasser zum Herabsetzen auf Trinkstärke verwenden.

15.)

Grüne Flocken im Destillat.

Verwendung von essigstichiger Maische auf reinen Kupferanlagen vermeiden. Kupferkühler und -geistrohre immer gründlich reinigen. Evtl. Kupferkühler und -geistrohre durch Edelstahlausführungen ersetzen.

16.)

Gelbbraune Flocken im Destillat.

Für eisenfreies Verschnittwasser sorgen.

17.)

Schwarzfärbung von Korken u. evtl. auch Destillat.

Für eisenfreies Verschnittwasser sorgen.

18.)

Fettaugen, Fettränder am Destillatbehältnis, milchige Trübungen.

Auf unbeschädigtes Filtermaterial achten. Auf rechtzeitiges Ersetzen des Filtermaterials bzw. Reinigung achten. Bei tiefen Temperaturen filtrieren.