Staatlich geprüfte Fachkraft für Brennereiwesen

Zusatzqualifikation für Klein- und Obstbrenner

an der:
Fachschule für Landwirtschaft in Offenburg
Schulträger: Ortenaukreis


In Zusammenarbeit mit:
Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg
Universität Hohenheim
Verbände der Klein- und Obstbrenner


1.) Ziele der Zusatzqualifikation:


Die Betreiber/-innen von Klein- und Obstbrennereien sollen in diesem Fortbildungsangebot in den Bereichen:

moderne Brennereitechnik, Herstellung von Destillaten

aktuelles Betriebsmanagement, Marketing

Ökologie, Rohstofferzeugung, Landschaftspflege


Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, die es ihnen ermöglichen, ihren Betriebszweig professionell zu führen und einen wesentlichen Beitrag zum Betriebseinkommen zu erwirtschaften.

Mit der Erzeugung und Vermarktung hochwertiger Destillate sollen aber auch die wertvollen Streuobstbestände in Baden-Württemberg durch eine rentable und deshalb nachhaltige Obstverwertung erhalten werden.


2.) Organisation der Zusatzqualifikation:

> Unterricht

Es werden Unterricht, fachpraktische Übungen und Schul-, bzw Betriebsprojekte angeboten. Der Unterricht wird in Abstimmung mit den Teilnehmer/- innen an einzelnen Wochentagen, abends, an Wochenenden oder in Blöcken durchgeführt, um der Berufstätigkeit der Teilnehmer/- innen gerecht zu werden.

> Der Lehrplan sieht folgende Unterrichtsbereiche vor:

Markt und Marketing

Rechtliche und agrarpolitische Rahmenbedingungen

Herstellung von Destillaten und Brennereitechnik

Unternehmensführung

Rohstofferzeugung, Ökologie

> Blockunterricht:

Im Unterrichtsbereich "Herstellung von Destillaten und Brennereitechnik" werden an der Universität Hohenheim und an der Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau (LVWO) in Weinsberg jeweils ein 5-tägiger Pflichtblock angeboten (gegebenenfalls auch in geteilter Form).

> Praktikum:

Jede/r Teilnehmer/-in absolviert ein 3- 5 tägiges Praktikum in einem guten Brennereibetrieb, möglichst mit leistungsfähiger Vermarktung um aktuelle Formen von Produktion, Unternehmensführung und Vermarktung kennen zu lernen.

> Projekte:

Im Rahmen des Unterrichts führen die Teilnehmer/-innen jeweils drei Arbeitsprojekte durch, die in Absprache mit den jeweiligen Lehrkräften ausgewählt werden. Themen sind dabei die Bereiche Produktion, Vermarktung und Umweltschutz im praktischen Brennereibetrieb.


3.) Zulassungsvoraussetzung für die Zusatzqualifikation:

Teilnehmer/-innen an dem Bildungsangebot sollten eine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen können, wobei die landwirtschaftliche Berufsausbildung der Zusatzqualifikation dienlich ist.
Auch sollten die Teilnehmer/-innen bereits über Brennereierfahrung verfügen.


4.) Beginn und Dauer der Zusatzqualifikation:

Es ist vorgesehen, im Winter mit dem Fortbildungsangebot zu beginnen und den Abschluss im Frühjahr des übernächsten Jahres zu machen. Die beiden Winterhalbjahre sind für den fachlichen Unterricht sowie für die Projektdurchführung vorgesehen, während das Sommerhalbjahr verstärkt mit Praxisdemonstrationen und -anwendungen ausgefüllt sein wird.


5.) Kosten der Zusatzqualifikation:

Es entsteht ein finanzieller Aufwand für die Bildungsmaßnahme selbst, und für die externen Bildungsmaßnahmen (Weinsberg, Hohenheim - einschl. Verpflegung u. Unterkunft) sowie für Lehr- u. Lernmittel.

Nach bisher vorliegenden Schätzungen kann in dem Zeitraum von drei Halbjahren mit kosten in Höhe von ca. 1000 € je Teilnehmer/in gerechnet werden.


6.) Abschluss

Nach einer bestandener schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfung wird den Teilnehmern der Titel:

"Staatlich geprüfte Fachkraft für Brennereiwesen"

zuerkannt.

 

Nähere Auskünfte erhalten Sie:

Maria Gille
Amt für Landwirtschaft
Prinz-Eugen-Straße 2
77654 Offenburg
Tel: 0781 8057118

E-Mail: maria [dot] gille [at] ortenaukreis [dot] de